Mit Beginn der dunkleren Jahreszeit setzen sich viele Familien mit den Themen Vorsorge und Recht auseinander. Es ist eine fachliche Notwendigkeit, dass für jeden Pflegebedürftigen rechtssichere Dokumente vorliegen, um im Notfall im Sinne des Betroffenen handeln zu können. Ohne eine wirksame Vorsorgevollmacht muss im Zweifelsfall ein rechtlicher Betreuer durch das Gericht bestellt werden – ein Prozess, der oft zeitaufwendig ist und nicht immer den Wünschen der Familie entspricht.
Die Patientenverfügung hingegen legt fest, welche medizinischen Maßnahmen in bestimmten Situationen gewünscht oder abgelehnt werden. Hier ist eine Kombination aus juristischer Genauigkeit und medizinischer Aufklärung durch den Hausarzt ratsam. Im Jahr 2025 wurde zudem verstärkt auf die Bedeutung der „Vorausplanung für den Fall der Nichteinwilligungsfähigkeit“ (Advanced Care Planning) hingewiesen.
Eine neutrale Information über die verschiedenen Dokumentationsformen hilft Angehörigen, schwierige Entscheidungen auf einer soliden ethischen und rechtlichen Basis zu treffen. Vorsorge ist ein Akt der Selbstbestimmung, der für alle Beteiligten für Klarheit und Entlastung sorgt.