Frühlingserwachen – Wenn die Hilfe im Haushalt neue Lebensgeister weckt

Veröffentlicht am 5. März 2025 um 15:49

Wenn die Natur im März erwacht, wird die Diskrepanz zwischen der äußeren Vitalität und der inneren Isolation vieler pflegebedürftiger Menschen oft besonders deutlich. Psychische Erkrankungen im Alter, insbesondere Depressionen, werden häufig fälschlicherweise als normale Alterserscheinungen abgetan. Dabei ist die psychosoziale Betreuung ein gesetzlich verankerter Bestandteil der Pflegeleistungen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine feste Tagesstruktur und regelmäßige soziale Interaktion die kognitive Leistungsfähigkeit stabilisieren können. Dabei geht es nicht um therapeutische Interventionen im klinischen Sinne, sondern um die sogenannte „Milieutherapie“ im eigenen Zuhause. Das Einbeziehen in biografisch bedeutsame Tätigkeiten – etwa das gemeinsame Sichten von Dokumenten, das Besprechen von Nachrichten oder das Verfolgen von Hobbys – gibt dem Tag einen Sinn.

Die Entlastung für Angehörige besteht hierbei vor allem darin, die emotionale Last der Unterhaltung und Aktivierung zeitweise abzugeben, um die eigene psychische Widerstandskraft (Resilienz) zu wahren.