Mit steigenden Temperaturen im Mai rückt die Ernährungskompetenz in den Vordergrund der häuslichen Betreuung. Im Alter verändern sich der Stoffwechsel und das Durstgefühl signifikant. Eine schleichende Dehydration kann zu Verwirrtheitszuständen führen, die oft fälschlicherweise für eine beginnende Demenz gehalten werden.
Ein informierter Ansatz in der Hauswirtschaft legt Wert auf nährstoffdichte Kost. Da das Sättigungsgefühl oft früher eintritt, sollten Mahlzeiten kleiner, aber reicher an Vitaminen und Proteinen sein. Zudem spielt die soziale Komponente der Nahrungsaufnahme eine Rolle: „Essen in Gemeinschaft“ fördert nachweislich die Aufnahmebereitschaft. Hier zeigt sich die Schnittstelle zwischen hauswirtschaftlicher Hilfe und sozialer Betreuung.
Es geht nicht nur um das Bereitstellen von Speisen, sondern um das Schaffen einer angenehmen Atmosphäre, die zur Aufnahme von Energie und Flüssigkeit motiviert. Angehörige sollten darauf achten, dass Trinkprotokolle oder optische Reize (gefüllte Gläser in Sichtweite) als Standard in den Betreuungsalltag integriert werden.