Der Juni markiert oft den Beginn von Hitzeperioden, die für vulnerable Personengruppen lebensbedrohlich sein können. Das Thema Klimaanpassung ist in der Pflegeversicherung mittlerweile fest verankert. Hitzeaktionspläne sind nicht mehr nur für Heime, sondern auch für die ambulante Versorgung relevant.
Ein fachgerechter Hitzeschutz umfasst weit mehr als das Schließen der Jalousien. Es geht um die Überwachung der Vitalwerte und die Anpassung der täglichen Aktivitäten. In den Mittagsstunden sollte körperliche Anstrengung vermieden werden; stattdessen gewinnen kognitive Angebote in kühler Umgebung an Bedeutung. Dienstleister und Angehörige müssen zudem die Medikation im Blick behalten: Einige Medikamente (z. B. Diuretika) wirken bei Hitze anders oder verstärken die Lichtempfindlichkeit der Haut.
Eine neutrale Aufklärung über wohnumfeldverbessernde Maßnahmen – wie etwa die Installation von Sonnenschutzvorrichtungen, die über die Pflegekasse bezuschusst werden können – ist in diesem Monat ein wertvoller Beitrag zur Gesundheitsvorsorge.