In der Hochsommerzeit wird das Thema „Urlaub“ oft zum Stressfaktor für pflegende Angehörige. Die häusliche Pflege ist eine physische und psychische Dauerbelastung, die ohne geplante Erholungsphasen zwangsläufig in eine Überforderung führt. Das Phänomen des „Pflege-Burnouts“ ist klinisch anerkannt und beschreibt einen Zustand emotionaler Erschöpfung, der nicht nur die Gesundheit des Pflegenden, sondern auch die Qualität der Versorgung des Bedürftigen gefährdet.
Ein fachlich fundierter Ansatz zur Resilienzförderung setzt auf drei Säulen: Information, Vernetzung und Delegation. Es ist essenziell, dass Angehörige lernen, Aufgaben frühzeitig abzugeben, bevor die Belastungsgrenze erreicht ist. Hierbei spielen anerkannte Entlastungsangebote eine Schlüsselrolle, da sie die Gewissheit geben, dass der Pflegebedürftige fachgerecht betreut wird.
Neben der körperlichen Entlastung ist der Austausch in Selbsthilfegruppen oder die Inanspruchnahme psychologischer Beratung sinnvoll. Ziel muss es sein, die Pflege als Teil des Lebens zu begreifen, ohne dass sie zum alleinigen Lebensinhalt wird. Nur wer für sich selbst sorgt, kann langfristig für andere da sein.
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